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AKTUELLES
Donnerstag, 4. Mai 2017 - 14.00 Uhr
Wir laden zur nächsten Fahrradtour "Fahrt ins Blaue" ein. Treffpunkt ist wie bekannt am RWE-Parkplatz. Die Fahrtstrecke, in diesem Fall von Vorstandsmitglied Benno Jäger geführt, beträgt ca. 33 Kilometer und wird durch eine Einkehr für Kaffee und Kuchen unterbrochen. Die Teilnehmer werden gebeten, sich durch einen Helm zu schützen - die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.
Die nächsten Termine

Die Termine für das Jahr 2017 finden Sie unter "Veranstaltungen". Die nächsten Termine sind:
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Donnerstag, 4. Mai 2017
2. Radtour "Fahrt ins Blaue"
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Mittwoch, 31. Mai 2017
Busfahrt nach Soest mit anschließendem Spargelessen. Die Fahrt ist ausgebucht. Rückfragen sind bei Joseph und Ursula Funhoff möglich (s. unten).
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Donnerstag, 1. Juni 2017
3. Radtour "Fahrt ins Blaue"
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Haben Sie Rückfragen zu unseren Veranstaltungen? Wenden Sie sich bitte an Joseph und Ursula Funhoff unter Telefon: 02389 3641 oder unter E-Mail: joseph.funhoff@t-online.de

Werne mit verschiedenen Baustilen

MAX UND MORITZ
von Wilhelm Busch
Eine Bubengeschichte in 7 Streichen
vorgestellt in den nächsten Monaten

3. Streich

Jedermann im Dorfe kannte
Einen, der sich Böck benannte.
in Mönsterlänner Platt
naovertellt von Rainer Schepper

De diädde Spiet

Jedereen in´t Dorp kennt eenen,
De sick Böck nömt; denn den schönen
Alltagsröcke, Sonntagsröcke,
Lange Hosen, spitze Fräcke,
Westen mit bequemen Taschen,
Warme Mäntel und Gamaschen -
Alle diese Kleidungssachen
Wußte Schneider Böck zu machen. -
Oder wäre was zu flicken,
Abzuschneiden, anzustücken,
Oder gar ein Knopf der Hose
Abgerissen oder lose -
Wie und wo und wann es sei,
Hinten, vorne, einerlei -
Alles macht der Meister Böck,
Denn das ist sein Lebenszweck.
D´rum so hat in der Gemeinde
Jedermann ihn gern zum Freunde. -
- Aber Max und Moritz dachten,
Wie sie ihn verdrießlich machten.
Nämlich vor des Meisters Hause
Floß ein Wasser mit Gebrause.
Wiärkeldags- un Sunndagsröcke,
Lange Bücksen, spitzke Fräcke,
West met un aohne Tasken,
Warme Mantels un Gamasken,
Alle düsse warmen Ssaken
Weet de Snieder Böck to maken. -
Oder wenn jüst wat to flicken,
Aftosnieen, antostücken,
Oder steiht de Bückse look,
Feihlt en Knaup of ritt en Dook,
Wu un wo un wat vergaohn,
Ächten, vörne, ganz een Dohn, -
Alles heel mäck Mester Böck;
Denn dat is sien Liäbenszweck. -
Un de Jungen äs de Aollen
Doht met em guett Frönd sick haollen. -
Ower Max un Moritz dächen,
Dat se em wull iärgern möchten. -
Nu, ganz dicht an sienen Huse
Flaut de Biäck hen met Gebruse.
Übers Wasser führt ein Steg
Und darüber geht der Weg.
Drüöwer lagg en Schemm verquiär,
Un en Wäg laip drüöwerhiär.
Max und Moritz, gar nicht träge,
Sägen heimlich mit der Säge,
Ritzeratze! voller Tücke,
In die Brücke eine Lücke.
Als nun diese Tat vorbei,
Hört man plötzlich ein Geschrei:
Max un Moritz, düsse Blagen,
Saget stillkes met de Sagen
Ritzeratze! äs ne Riewe
In dat Schemm ne deipe Gliewe. -
Laipen wäg so een, twee, drei,
Un dann gaff´t en graut Geschrei:
"He, heraus! du Ziegenböck!
Schneider, Schneider, meck, meck, meck!" -
- Alles konnte Böck ertragen,
Ohne nur ein Wort zu sagen;
Aber, wenn er dies erfuhr,
Ging´s ihm wider die Natur.
Schnelle springt er mit der Elle
Über seines Hauses Schwelle,
Denn schon wieder ihm zum Schreck
Tönt ein lautes: "Meck, meck, meck!"
"He, harut, du Sieggen-Böck,
Snieder, Snieder, meck, meck, meck" -
Nu was Böck gewiß nich empen,
Daih sick niemaols wierkrempen,
Oft nu düt sie oder dat.
Ower düt was doch to hatt!" -
Faorts kümp auk sien Blot in Brus,
Un he suset ut´n Hus;
Denn all wier to sienen Schreck
Ropt se hadde: "Meck, meck, meck!"
Schnelle springt er mit der Elle
Über seines Hauses Schwelle,
Denn schon wieder ihm zum Schreck
Tönt ein lautes: "Meck, meck, meck!"
Faorts kümp auk sien Blot in Brus,
Un he suset ut´n Hus;
Denn all wier to sienen Schreck
Ropt se hadde: "Meck, meck, meck!"
Und schon ist er auf der Brücke,
Kracks! Die Brücke bricht in Stücke,
Up dat Schemm met beide Been
Springt he, un et bräck ut´neen.
Wieder tönt es: "Meck, meck, meck!"
Plumps! Da ist der Schneider weg!
G´rad als dieses vorgekommen,
Kommt ein Gänsepaar geschwommen.
"Meck, meck meck!" sind se an´t Schrein.
Plumps! Kinn Schnieder mähr to seihn!
Jüst daorup kuemmt met Gesnater
Nu twee Gaise üöwer´t Water,
Welchs Böck in Todeshast
Krampfhaft bei den Beinen faßt
De Böck faorts in Daudesschreck
Beide an de Beene päck.
Beide Gänse in der Hand,
Flattert er auf trocknes Land.
Met twee Gaise in de Hand
Flügg he nu up´t Land. -

"Übrigens bei alle dem
Ist so etwas nicht bequem!

Män, wo he in´t Water satt,
Is he nu ganz pudelnatt.

Wie denn Böck von der Geschichte
Auch das Magendrücken kriegte.
MUn et konn nich anners sien:
He kreeg wahne Magenpien.
Hoch ist hier Frau Böck zu preisen!
Denn ein heißes Bügeleisen,
Auf den kalten Leib gebracht,
Hat es wieder gut gemacht.
Doch nu is Frau Böck to priesen;
Denn se krigg dat heete Isen
Un mäck faorts daovon Gebruk,
Sett´t em up den kaollen Buk.
- Bald im Dorf hinauf, hinunter,
Hieß es, Böck ist wieder munter.

Dieses war der dritte Streich,
Doch der vierte folgt sogleich.
Baoll in´t Duorp wuß jedereen:
Böck is wier flink to Been

Düt was nu de diädde Spiet.
Män de veerte is nich wiet.
 
Wer sich für die plattdeutsche Sprache interessiert, ist in unserem Arbeitskreis herzlich willkommen.
 
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