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AKTUELLES
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WINTER    2 0 2 2
 
 
Liebe Heimatfreundin, lieber Heimatfreund,
auf der Vorstandssitzung im Januar wurde auch das Jahresprogramm 2022 besprochen.

 
 
Die andauernde Corona-Pandemie zwingt uns weiterhinzu stark eingeschränkten Aktivitäten. So sind die plattdeutschen Theateraufführungen sowohl in Lüdinghausen als auch in Drensteinfurt abgesagt. Für die Radtouren im Frühjahr und Sommer erhoffen wir gute Chancen zur Durchführung. Das Singen im Sommer auf Westerwinkel ist terminiert. Erntedankfest und Adventfeier sind vorgesehen, aber noch nicht terminlich fixiert.
Der Veranstaltungskalender ist daher dürftig und lückenhaft.
Trotzdem freuen wir uns jetzt schon, wieder gemeinsam mit Ihnen zu singen, zu feiern, Ausflüge zu unternehmen und beisammen zu sitzen.
 
 
Deswegen gilt bis dahin: bleiben Sie gesund und fröhlich, schauen Sie gelegentlich auf  www.heimatverein-werne.de und in der örtlichen Presse, dort informieren wir über Veranstaltungen.
 
 
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Wiedersehen und verbleiben
 
 
mit freundlichen Heimatgrüßen
 
Ihr
 Vorstand




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Die nächsten Termine

Hier finden Sie den Veranstaltungskalender
für das Jahr 2022.
(s. auch unter Veranstaltungen)
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Haben Sie Rückfragen zu unseren Veranstaltungen? Wenden Sie sich bitte an Joseph und Ursula Funhoff unter Telefon: 02389 3641 oder unter E-Mail: joseph.funhoff@t-online.de

Jahreszeitliche Ansichten



HEIMATGESCHICHTE

Dienstanweisung
für die Nachtwächter der Stadt Werne
1860


1.
Der Dienst dauert für den ersten Nachtwächter in den Monaten October bis März einschließlich von abends 10 bis morgens 4 Uhr, in den Monaten April bis September einschließlich von abends 11 bis morgens 3 Uhr. Der Dienst für den zweiten Nachtwächter ist derselbe nur, daß der Dienst überall eine halbe Stunde später beginnt und aufhört.
2.
Die Nachtwächter haben sich rechtzeitig zum Antritt ihres Dienstes in der Wachstube einzufinden und dürfen sich daselber, wenn sie sich nicht in amtlicher Eigenschaft auswärts befinden, nur in der Wachstube aufhalten.
3.
Der erste Nachtwächter beginnt den Dienst mit der vollen Stunde, die er mit der Flöte nach althergebrachter Weise an den Straßenecken abbläst. Der zweite Nachtwächter verbläst mit dem Eintritt der halben Stunde die Wachtstube. Derselbe führt keine Flöte und ist derselbe verpflichtet, bis kurz vor dem Eintritt der vollen Stunde die Stadt nach allen Richtungen zu durchkreuzen. Zur Einhaltung einer festen Linie ist er nicht befugt.
4.
Die Nachtwächter haben bei ihren Rundgängen jedes Mal das Horn mitzunehmen, es wird ihnen empfohlen, nach allen Seiten hin wachsam auszuschauen und auf alles zu achten, was in den Straßen und den Häusern vorgeht. Als Hilfsbeamte der Polizei sind sie ebenso berechtigt wie verpflichtet,  nach allem zu sehen, was zur Aufrechterhaltung der Polizei-Vorschriften dient, so wie etwaige Übertretungen zur Anzeige zu bringen; namentlich aber muß sich ihre Tätigkeit auf Feuersbrunst, Diebstahl und auf verdächtige Personen erstrecken.
Sobald in irgend einem Hause oder auf der Straße etwas Verdächtiges vorgeht, haben sie sich mit möglichster Vorsicht und das Nötige zur Abwendung der Gefahr zu veranlassen.
5.
Unbekannte und verdächtige Personen, welche in den Wintermonaten nach 10 Uhr, in den Sommermonaten nach 11 Uhr abends auf der Straße betroffen werden, sind anzuhalten und bis zum nächsten Tage in sicheren Gewahrsam zu bringen.                         
6.
Wenn ruhestörender Lärm gemacht wird, hat der Nachtwächter Ruhe zu gebieten und falls dieser Aufforderung nicht genügt, die Ruhestörer zu verhaften und bis zum nächsten Tage ins Gefängnis zu überführen. Die Verhafteten sind am nächsten Tage vorzuführen und ist unter allen  Umständen von derartigen Vorfällen Anzeige zu machen.  
7.
Sobald sich der Ausbruch eines Feuers bemerklich macht, hat der Nachtwächter welcher dieses bemerkt, das Feuersignal durch kurz auf einander folgende Stöße ins Horn zu geben, die Leute der betreffenden Häuser und die Nachbarn zu wecken und so rasch als möglich Lärm zu machen. Sobald die Leute und die Nachbarn benachrichtigt sind, hat der eine Nacht-
wächter durch die Stadt weiter Alarm  zu blasen und zwischenzeitlich „Feuer“ „Feuer“ zu rufen.
Auf den ersten Hornstoß begibt sich der erste Nachtwächter eiligst zum Polizeiposten  und sorgt dafür, daß die Brandglocke gezogen wird, dann sorgt er dafür, daß der Bürgermeister, der Chef der fr. Feuerwehr, der Gendarm, der Polizeidiener und die Spritzenmannschaft geweckt und die Spritzen eiligst an die bedrohte Stelle aufgefahren und in Tätigkeit gesetzt werden.
Während er die Stadt durcheilt, hat er unausgesetzt „Feuer“ „Feuer“ zu rufen und überhaupt alles zu tun, um die Bürger aufzuwecken und von der drohenden Gefahr zu benachrichtigen.
8.
Die Nachtwächter haben am nächsten Morgen von Allem Anzeige zu machen, was sie in
der verflossenen Nacht polizeiwidriges entdeckt haben.
9.
Sie sind verpflichtet, den Polizei-Offizier  bei dringenden Geschäften kräftig und in soweit zu unterstützen, als dieses der Nachtwächterdienst erlaubt; namentlich ist es auch ihre Pflicht, bei entdeckten Einbrüchen und nächtlichen Diebstählen den Gendarmen und den Polizeidiener zu
benachrichtigen, sobald sie ihre Kräfte zur Verhütung der Verbrechen nicht ausreichend erachten und dieses ohne Gefahr geschehen kann.
10.
Die Nachtwächter sind streng verpflichtet, sich im Dienste nicht zu betrinken. Das erste und zweite Mal, wo dieses geschehen möchte, wird Geldbuße festgestellt, beim dritten Male erfolgt Amtsenthebung. Auch wird erwartet, daß die Nachtwächter außerhalb des Dienstes einen anständigen und mäßigen Lebenswandel führen, widrigenfalls sie, wenn sie mehrfachen
Warnungen kein Gehör geben, ebenfalls ihres Amtes entsetzt werden müßten.

Diese Instruction tritt sofort in Kraft
Werne, 8. Juni 1860
Der Bürgermeister
Thiers



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