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           AKTUELLES
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Mai    2 0 2 2
 
 
Liebe Heimatfreundin, lieber Heimatfreund,

 


Weil die Pandemie noch nicht vorbei ist, gilt weiterhin: bleiben Sie gesund und fröhlich, schauen Sie gelegentlich auf www.heimatverein-werne.de und in der örtlichen Presse, dort informieren wir über Veranstaltungen.
 
 
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Wiedersehen und verbleiben
 
 
mit freundlichen Heimatgrüßen
 
Ihr
 Vorstand




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Die nächsten Termine

Hier finden Sie den Veranstaltungskalender
für das Jahr 2022.
(s. auch unter Veranstaltungen).
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Donnerstag, 19. Mai 14.00 Uhr Parkplatz Am Hagen
Besuch der Synagoge in Unna
Anmeldung erforderlich!
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Freitag, 20. Mai 19.00 Uhr Klostergarten
Gemeinsames Singen von Frühlingsliedern
Die Kolpingfamilie lädt ein
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Dienstag, 24. Mai 14.00 Uhr Parkplatz Am Hagen
Besuch der Ausstellung im Haus Opherdicke mit Führung;
ab 18.00 Uhr Spargelessen bei Mutter Stuff
Anmeldung erforderlich!!
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Mittwoch, 25. Mai 18.00 Uhr Heimatstube im Museum
Fotografische Zeitreise
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Haben Sie Rückfragen zu unseren Veranstaltungen? Wenden Sie sich bitte an Joseph und Ursula Funhoff unter Telefon: 02389 3641 oder unter E-Mail: joseph.funhoff@t-online.de

Jahreszeitliche Ansichten
Fotozeitreise

HEIMATGESCHICHTE

Christian von Braunschweig
1622 in Werne

Das Bürgerbuch der Stadt Werne verzeichnet einen Eintrag vom Mai 1622, in dem berichtet wird, dass Christian von Braunschweig versucht hat, in den Tagen Werne zu überfallen und zu plündern. Da Werne verschont blieb, hat der Rat der Gemeinde beschlossen, jährlich eine Stadtprozession zum Dank abzuhalten. Diese Tradition besteht noch immer.
Anlässlich des 400 Jahrestages des Ereignisses lädt der Heimatverein zu einen Vortrag zur Geschichte von Chr. v. Braunschweig-Wolfenbüttel in den Saal des Alten Rathauses ein. Der Vortrag wird von Hans-Peter Boer vorgetragen.
 
„Junger Held? Doller Bischof? Pfaffen Feind?
Zur Nachgeschichte

Christians von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599 – 1626)

und seinem Bild in Westfalen


In der facettenreichen Geschichte des Dreißigjährigen Krieges zählt der Administrator des Bistums Halberstadt, Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel, zweifellos zu den Persönlichkeiten, auf die Schillers Bemerkung über Wallenstein passgenau zutrifft: „Von der Parteien Gunst und Hass verwirrt, schwankt sein Charakterbild in der Geschichte!“  Für die einen ist er ein jugendlicher Held, ein tapferer Draufgänger, ein Troupier von großen Fähigkeiten und höchst getreuer Cavalier; die anderen dagegen sehen in ihm einen „üblen Landstörzer“, Brandstifter, Mordbrenner, verräterischen Schelm und eifernden Fanatiker. Der unbestreitbare Einsatz des „Tollen Christian“ für die reformierte Sache und seine Cousine Elisabeth Stuart, die Gattin Friedrich V. von der Pfalz, die sog. Winterkönigin, erscheint vielfach wie eine um Jahrhunderte zu spät gekommene Ritter-Romanze.
Über die inzwischen verstrichenen vierhundert Jahre hinweg ist das Bild Christians von Braunschweig-Wolfenbüttel noch immer markant, zahlreiche Hinweise in Kunst und Literatur zeigen die über die Generationen andauernde Beschäftigung mit dieser herausfordernden Persönlichkeit. Dabei weichen die Urteile über seine Persönlichkeit schroff voneinander ab. Gerade im Hochstift Paderborn, in den Städten des Sauerlandes und am Hellweg, besonders auch in Geseke, lebt die Erinnerung an den „kühnen Aventurier“ nach.


 

Das Schicksal des kühnen Heerführers hat sich dann im Münsterland weitgehend besiegelt, im „Lohner Bruch“ zwischen Ahaus und Stadtlohn nämlich. Hier fochten der Halberstädter und der Kaiserliche Generalissimus Tilly am 24. August 1623 eine der großen Schlachten des Dreißigjährigen Krieges aus. Sie endete für Christian von Braunschweig in einer totalen Niederlage und mit dem Verlust seiner Armee. Nach weiteren wechselvollen Schicksalen starb der junge Herzog drei Jahre später in Wolfenbüttel und wurde in der dortigen Welfengruft beigesetzt.
Der Vortrag versucht, das Leben und die Handlungsmotive der „Dramatis Personae“, insbesondere Christians und seiner Verwandten darzustellen. Er weist aber auch auf die erstaunlich modernen Methoden von „Public Relation“ und Meinungsmache hin, die schon im 17. Jahrhundert zum politischen Alltagsgeschäft gehörten. Mehrere weitgehend unbekannte Quellen und Texte runden das Bild ab.
 
 
Hans-Peter Boer (* 1949 in Nottuln) beschäftigt sich seit Jugendtagen mit westfälischen Themen. Er hat zahlreiche Aufsätze und Bücher zu Themen der Landes- und Kunstgeschichte sowie der Volkskunde veröffentlicht. Zwischen 1972 und 2005 war er als Lehrer an Schulen im Münsterland tätig, zuletzt seit 1996 am Gymnasium in Senden. Von 2005 bis 2014 leitete Boer das Kulturdezernat der Bezirksregierung in Münster.
  
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