Berichte zu den Aktivitäten in 2022 - Heimatverein Werne e.V.

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Berichte zu den Aktivitäten in 2022

Aktivitäten
Erntedankfest bei Mutter Stuff am 29. September 2022

Der Heimatverein Werne veranstaltete sein diesjähriges Erntedankfest am Donnerstag, 29. September, ab 17 Uhr, erstmals im Saal von „Mutter Stuff“ an der Selmer Landstraße 206. Dazu waren über 90 Mitglieder und Freunde des Vereins gekommen. Unter der Moderation der Vorsitzenden Dr. Constanze Döhrer wurden bei der Feier für die Jahreszeit passende Geschichten und Gedichte vorgetragen. Herr von Ribbeck … und das Sim-Jü-Lied von Toni Schmedding-Elpers durften nicht fehlen. Dazwischen wurden immer wieder Lieder gesungen, die von der Vereinscombo um Gisbert Fleischer instrumental begleitet wurden. Ein Geigensolo von Gisbert Fleischer wurde zum musikalischen Höhepunkt. Das kleine grüne Liederbuch des Eggegebirgsvereins leistete gute Dienste bei den Liedern. In der Pause wurden Handschnittchen gereicht.
Zum Abschluß wurde „Gued goahn“ gesungen und alle wünschten sich „Büs en annamaoll!“
Fotos: Heimatverein
Erkundung einer Bauerschaft mit dem Fahrrad am 22. September 2022

In diesem Jahr stand die kleine Bauerschaft Blasum in Stockum auf dem Programm. Peter Helmdach führte die ungewöhnlich große Gruppe(37) der Radfahrer über die Pättkes nach Horst und dann nach Blasum. Auf dem Hof Schulze Blasum wurde die Gruppe vom Senior des Hauses, Herrn Georg Laurenz, empfangen und herzlich begrüßt. Frau Dr. Döhrer erwiderte für die Gruppe und im Namen des Heimatvereins. Bei Kaffee und Kuchen hielt unser Mitglied Georg Laurenz einen schönen Vortrag zur alten Geschichte der Bauerschaft und spannte den Bogen von der ersten Besiedlung in der Steinzeit bis zur Neuzeit. Dabei belegte er die einzelnen Abschnitte mit archäologischen Fundstücken, die er im Laufe des Lebens auf dem Areal Blasum gefunden hat. Diese reichten von Faustkeilen aus der Steinzeit über römische Münzen aus vorchristlicher Zeit bis zum Zinngussreiter aus der Neuzeit. Die Besuchergruppe war von dem geschichtlichen Vortrag begeistert. Gegen 16:30 Uhr wurde der Rückweg über Stockum und den alten Weg des "Pengel-Anton" angetreten.
Fotos: Heimatverein
Augustin Wibbelt Nachmittag am 14. September 2022

Der Heimatverein Werne hatte zu Mittwoch (14.09.) zu einem August-Wibbelt-Nachmittag eingeladen. Mehr als 30 Freunde der plattdeutschen Sprache folgten der Einladung und kamen in die Westfälische Stube des Stadtmuseums. Anlass waren der 75. Todestag von Augustin Wibbelt und Bernhard Holtmann, sowie der 55. Todestag von Gregor Schwake. Ehrenvorsitzender Joseph Funhoff moderierte den Nachmittag und gab Informationen zu den heute zu Ehrenden. Danach wurden von Mitgliedern des Arbeitskreises „Plattdütsk met us“ unter der Leitung von Christa Souljee mehrere Kurzgedichte und Geschichten von Augustin Wibbelt vorgetragen. Auch Aenne Fleischer trug Kurzgeschichten von Augustin Wibbelt vor und erzählte aus dem Leben von Bernhard Holtmann und Gregor Schwake. Dazwischen wurden plattdeutsche Lieder gesungen, bei denen die Texte von Wibbelt durch Gregor Schwake vertont wurden.  So wechselten sich der Vortrag der beliebten Gedichte und Erzählungen von Augustin Wibbelt und das Singen plattdeutscher Lieder ab. Bernhard Holtmann lieferte die Texte zu den Liedern „Dat is mien leiwe Mönsterland“ und zum „Graute-Baunen-Lied“. Beide Lieder wurden auch gesungen. Die Vereinscombo unter Leitung von Gisbert Fleischer begleitete beim Singen instrumental. Fehlen durfte natürlich nicht zum Schluss der Veranstaltung das Lied „Guet gaohn“, bei dem Text und Melodie von Gregor Schwake stammen.
Fotos: Joseph Funhoff
Mitgliederversammlung des Heimatvereins am 12. September 2022

Unsere Vorsitzende Dr. Constanze Döhrer berichtete zunächst von den Aktivitäten des vergangenen Jahres. Neben der Digitalisierung des historischen Fotoarchivs und den zugehörigen Fotoabenden fanden mehrere Exkursionen (unter anderem zur Synagoge in Unna und dem Hindu-Tempel in Hamm), Radtouren und das Offene Singen im Schloss Westerwinkel statt.
Anschließend wurden Vorstandsmitglieder verabschiedet, die ihr Amt aus Altersgründen aufgaben. Besonders gewürdigt wurden dabei Ursula und Joseph Funhoff, die den Heimatverein seit 37 Jahren prägen. Ursula Funhoff versah als Schriftführerin lange den gesamten Schriftverkehr, die Mitgliederverwaltung sowie die Organisation verschiedenster Veranstaltungen.
Joseph Funhoff war als erster stellvertretender Vorsitzender über 26 Jahre Ideengeber und Motor des Vereins. Er war Mitbegründer des historischen Arbeitskreises, der die historischen Magistratsprotokolle lesbar machte, und realisierte die Veröffentlichung von Forschungen zur Werner Geschichte. Er leitete den Arbeitskreis Ahnenforschung, war Mitinitiator des Offenen Singens in Westerwinkel und organisierte Ausflüge, plattdeutsche Abende, Erntedank- und Adventsfeiern. Darüber hinaus setzte er unzählige Projekte in der Heimat- und Innenstadtpflege um, unter anderem ließ er den Brauch der Schnadegänge wieder aufleben. Für seine Verdienste hatte er im Januar den Kulturpreis der Stadt erhalten. Er wurde nun von der Vorsitzenden Constanze Döhrer sowie von der stellvertretenden Bürgermeisterin Marita Funhoff geehrt und mit einem Ständchen der Vereinscombo verabschiedet.
Seine Nachfolge wird Georg Schlomberg antreten, der sich bereits in den vergangenen Jahren im Namen von Rewe Symalla für die Kooperation mit dem Heimatverein zugunsten der Blühwiese vor dem Museum engagiert hatte. Des Weiteren wurde Angelika Josefski zur neuen Kassenwartin gewählt, sie löst Maria Hein ab. Das Amt als Kassenprüferin übernimmt Ute Helmdach. Neue Schriftführerin ist Barbara Schaewitz. Als neuer Beisitzer kommt Georg Laurenz hinzu, da Heidelore Fertig-Möller von diesem Amt zurücktritt. Benno Jäger und Markus Klenner wurden in ihrem Amt as Beisitzer bestätigt.
Die übrigen Vorstandsposten stehen erst nächstes Jahr erneut zur Wahl.

Fotos: Heimatverein
Radtour des Heimatvereins am 1. September 2022

Unter dem Motto „Wir erkunden unsere Heimat“ startete der Heimatverein Werne am vergangenen Donnerstag seine September-Fahrradtour. Mitglied Peter Helmdach führte die Radler über Capelle in Richtung Ascheberg. Bei der bekannten Gaststätte „Zum Erdbüsken“ hielt die 21-köpfige Gruppe Einkehr. Gestärkt mit Kaffee und Kuchen ging die Fahrt über Wirtschaftswege und Pättkes durch die offene Landschaft zurück nach Werne.
Fotos: Joseph Funhoff
Fotozeitreise durch Werne am 31. August 2022

Bei der Veranstaltungsreihe des Heimatvereins Werne „Fotozeitreise durch Werne“ waren am letzten Mittwoch 17 interessierte Zuschauer in der Westfälischen Stube erschienen. Die Vorsitzende des Heimatvereins, Frau Dr. Constanze Döhrer, hatte  eine Auswahl alter Fotos zusammengestellt, bei denen noch gewisse Unklarheiten bestanden, was auf den Fotos zu sehen ist und wo und wann etwa die Bilder gemacht worden sind. Bei den alten Fotos, die derzeit von Mitgliedern des Heimatvereins für das Stadtmuseum eingescannt und digitalisiert werden, fehlen zum Teil diese Angaben. In gemeinsamer Runde konnten am Mittwochabend für einige der gezeigten Fotos die noch offenen Fragen geklärt  werden.
Fotos: Joseph Funhoff
Radtour des Heimatvereins am 4. August 2022

Der Heimatverein Werne startete unter dem Motto „Wir erkunden unsere Heimat“ am Donnerstag (04.08.) mit 20 Teilnehmern zu seiner monatlichen  Fahrradtour. Mitglied Peter Helmdach hatte einen interessanten Rundkurs ausgearbeitet und führte die Gruppe bei großer Hitze über Varnhövel und Nierstenholz nach Cappenberg. Dort wurde an der Borker Straße ein in idyllischer Muldenlage eingerichtetes Hofcafé angefahren, wo der Kaffee und selbst gebackene Kuchen bereits auf die Radler wartete. Der Heimweg führte durch schattige Wälder zurück nach Werne.
Fotos: Joseph Funhoff
Offenes Singen in Westerwinkel am 5. August 2022

Der Innenhof des Schlosses Westerwinkel war nach der Corona-Zwangspause wieder so gut besucht wie vor der Pandemie. Die Heimatvereine Herbern und Werne hatten eingeladen und die Sängerinnen und Sänger waren an dem schönen lauen Sommerabend gekommen, um das gemeinschaftliche Singen zu genießen. Christel Homann vom HV Herbern führte wie immer durch das Programm und die Combo des HV Werne intonierte routiniert und begleitete den Gesang beschwingt. Die Stimmung war schön und heiter und einige vorgetragene Gedichte (Christel Homann, Aenne Fleischer, Ursula Funhoff) entführten die Zuhörer in Sommerträume. In der Pause dankte der Vorsitzende des HV Herbern, Herr Zimmermann Christel Homann für 20 Jahre Gestaltung und Organisation des Festes und der Combo des HV Werne für die musikalische Unterstützung seit 2001. Die Danksagung wurde durch Joseph Funhoff vollendet und abgerundet. Dem Senior der Musiker, Gisbert Fleischer brachten die Sängerinnen und Säger noch ein Ständchen zum 91. Geburtstag.
Nach der Pause übernahm eine jüngere Generation von Musiker die Führung. Die Capeller Jungs vom MGV Cecilia begeisterten mit altbekannten Schlagern zum Mitsingen. Mit einer alten Abschiedsmelodie klang der schöne Abend aus.
Fotos: Joseph Funhoff
Religionstour des Heimatvereins am 14. Juli 2022

Mit 35 Personen startete der Heimatverein Werne am Donnerstag (14. Juli) im Rahmen seines Jahresthemas „Unsere verschiedenen Religionen“ zu einer Exkursion zum Hindu-Tempel in Hamm-Uentrop. Dort erfuhren sie Informationen darüber, wie die Hindus nach Hamm kamen und welchen Weg sie nehmen mussten, um an Grundstück, Baugenehmigung und Finanzierung zu kommen. Danach gab es  in dem großen Raum Erläuterungen zu den einzelnen Altären, die verschiedenen Gottheiten gewidmet sind. Dem Tempelbesuch vorgeschaltet  war eine Einkehr in einem idyllisch gelegenen Hofcafé, wo bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit bestand, sich gegenseitig auszutauschen.
Fotos: Joseph Funhoff
Radtour des Heimatvereins am 7. Juli 2022
Unter dem Motto „Wir erkunden unsere Heimat“ starteten 19 Mitglieder des Heimatvereins Werne am Donnerstag, 07. Juli zu ihrer monatlichen Fahrradtour. Unter Führung von Mitglied Peter Helmdach ging die Fahrt über Horst und Bockum in den Ortsteil Hövel in Hamm. Vorbei an der Klostermühle ging es weiter über Barsen in Bockum nach Wessel, wo im Biergarten der Gaststätte „Heidekrug“ Einkehr gehalten wurde. Von dort ging es nach Werne zurück.
Fotos: Joseph Funhoff
Radtour des Heimatvereins am 2. Juni 2022
Unter dem Motto „Wir erkunden unsere Heimat“ starteten 16 Mitglieder des Heimatvereins Werne am Donnerstag, 02. Juni zu ihrer monatlichen Fahrradtour. Unter Führung von Mitglied Peter Helmdach ging die Fahrt über Varnhövel durch den Kohuesholt nach Cappenberg und von dort weiter über Netteberge und Selm nach Südkirchen. Dort wurde im Café Hattebur bei Kaffee und Kuchen Einkehr gehalten. Über Capelle, Schmintrup und Holthausen ging es nach Werne zurück.
Fotos: Joseph Funhoff
Vortrag im Saal des historischen Rathauses am Mittwoch, den 4. Mai

Christian von Braunschweig
1622 in Werne

Das Bürgerbuch der Stadt Werne verzeichnet einen Eintrag vom Mai 1622, in dem berichtet wird, dass Christian von Braunschweig versucht hat, in den Tagen Werne zu überfallen und zu plündern. Da Werne verschont blieb, hat der Rat der Gemeinde beschlossen, jährlich eine Stadtprozession zum Dank abzuhalten. Diese Tradition besteht noch immer.
Anlässlich des 400 Jahrestages des Ereignisses lädt der Heimatverein zu einen Vortrag zur Geschichte von Chr. v. Braunschweig-Wolfenbüttel in den Saal des Alten Rathauses ein. Der Vortrag wird von Hans-Peter Boer vorgetragen.
 
„Junger Held? Doller Bischof? Pfaffen Feind?
Zur Nachgeschichte

Christians von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599 – 1626)

und seinem Bild in Westfalen

In der facettenreichen Geschichte des Dreißigjährigen Krieges zählt der Administrator des Bistums Halberstadt, Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel, zweifellos zu den Persönlichkeiten, auf die Schillers Bemerkung über Wallenstein passgenau zutrifft: „Von der Parteien Gunst und Hass verwirrt, schwankt sein Charakterbild in der Geschichte!“  Für die einen ist er ein jugendlicher Held, ein tapferer Draufgänger, ein Troupier von großen Fähigkeiten und höchst getreuer Cavalier; die anderen dagegen sehen in ihm einen „üblen Landstörzer“, Brandstifter, Mordbrenner, verräterischen Schelm und eifernden Fanatiker. Der unbestreitbare Einsatz des „Tollen Christian“ für die reformierte Sache und seine Cousine Elisabeth Stuart, die Gattin Friedrich V. von der Pfalz, die sog. Winterkönigin, erscheint vielfach wie eine um Jahrhunderte zu spät gekommene Ritter-Romanze.
Über die inzwischen verstrichenen vierhundert Jahre hinweg ist das Bild Christians von Braunschweig-Wolfenbüttel noch immer markant, zahlreiche Hinweise in Kunst und Literatur zeigen die über die Generationen andauernde Beschäftigung mit dieser herausfordernden Persönlichkeit. Dabei weichen die Urteile über seine Persönlichkeit schroff voneinander ab. Gerade im Hochstift Paderborn, in den Städten des Sauerlandes und am Hellweg, besonders auch in Geseke, lebt die Erinnerung an den „kühnen Aventurier“ nach.

Das Schicksal des kühnen Heerführers hat sich dann im Münsterland weitgehend besiegelt, im „Lohner Bruch“ zwischen Ahaus und Stadtlohn nämlich. Hier fochten der Halberstädter und der Kaiserliche Generalissimus Tilly am 24. August 1623 eine der großen Schlachten des Dreißigjährigen Krieges aus. Sie endete für Christian von Braunschweig in einer totalen Niederlage und mit dem Verlust seiner Armee. Nach weiteren wechselvollen Schicksalen starb der junge Herzog drei Jahre später in Wolfenbüttel und wurde in der dortigen Welfengruft beigesetzt.
Der Vortrag versucht, das Leben und die Handlungsmotive der „Dramatis Personae“, insbesondere Christians und seiner Verwandten darzustellen. Er weist aber auch auf die erstaunlich modernen Methoden von „Public Relation“ und Meinungsmache hin, die schon im 17. Jahrhundert zum politischen Alltagsgeschäft gehörten. Mehrere weitgehend unbekannte Quellen und Texte runden das Bild ab.
 
 
Hans-Peter Boer (* 1949 in Nottuln) beschäftigt sich seit Jugendtagen mit westfälischen Themen. Er hat zahlreiche Aufsätze und Bücher zu Themen der Landes- und Kunstgeschichte sowie der Volkskunde veröffentlicht. Zwischen 1972 und 2005 war er als Lehrer an Schulen im Münsterland tätig, zuletzt seit 1996 am Gymnasium in Senden. Von 2005 bis 2014 leitete Boer das Kulturdezernat der Bezirksregierung in Münster.


Fotografische Zeitreise am 25. Mai 2022
Der Heimatverein Werne traf sich am 25. Mai für die Fortsetzung der „Fotografische Zeitreise“. Gemeinsam diskutierten die Interessierten in der westfälischen Stube des Stadtmuseums über eine Auswahl an Fotos. Eine Arbeitsgruppe des Heimatvereins hat inzwischen über 1600 Bilder aus dem Fotoarchiv der Stadt gescannt, am Mittwochabend wurden etwa 20 Motive besprochen. Zu jedem Bild konnten die Teilnehmenden etwas beitragen, seien es Erinnerungen an ehemalige Bewohner*innen bestimmter Häuser, Ladenbesitzer*innen, eigene Erfahrungen oder Wegeverläufe und Umbaumaßnahmen. Besonders überlegt wurde über den Verlauf der Dechaneistraße und der Straße Schlot. Auch das alte Krankenhaus am Schüttenwall erregte viel Interesse. Lebhafte Diskussionen und einige lustige Anekdoten prägten die Veranstaltung, die nun monatlich wiederholt wird.
Fahrt zum Haus Opherdicke in Holzwickede am 24. Mai 2022
Eine Gruppe kunstinteressierter Mitglieder fuhr zur Ausstellung "Face to Face" zum Haus Opherdicke. Unser Mitglied Josef Börste informierte während der Hinfahrt zur Geschichte des Hauses und über die Besitzer. Vor Ort angekommen, gab er noch einen kleinen Vortrag über den Bau und die Renovierung des Hauses. Anschließend wurde die Gruppe unter fachkundiger Führung durch die Ausstellung geleitet. Die Führung geschah durch den Kurator der Ausstellung. Gezeigt wurden insbesondere Portraits aus der Sammlung Frank Brabant.
Nach dem Besuch der Ausstellung fuhr die Gruppe zum gemütlichen Spargelessen nach Mutter Stuff, um denTag in geselliger Atmospähre ausklingen zu lassen.
Fotos: Joseph Funhoff
Fahrt zur Synagoge in Unna am 19. Mai 2022
Der Heimatverein Werne hat sich zum Ziel gesetzt, verschiedene Religionen und deren Gebäude näher kennenzulernen. Als erstes wurde am Donnerstag, 19.05., die jüdisch liberale Gemeinde „HaKochaw“ (Hebräisch für „der Stern“) in der Nähe (Unna-Massen) angefahren. Hier wurden die Besucher von der Vorsitzenden, Frau Khariakova, in Empfang genommen und von ihr wurde in der „modernen“ Synagoge, die aus einer evangelischen Kirche umgewandelt und 2020 fertiggestellt wurde, das Wesen dieser liberalen jüdischen Gemeinde in einem etwa einstündigen Vortrag erklärt. Demnächst wird neben weiteren Religionsgemeinschaften, eine Fahrt zu einer „alten“ Synagoge geplant.
Fotos: Joseph Funhoff
Radtour des Heimatvereins am 12. Mai 2022
Unter dem Motto „Wir erkunden unsere Heimat“ machten sich am vergangenen Donnerstag 19 Mitglieder des Heimatvereins Werne auf den Weg zur Fahrradtour in den Mai. Die Route führte auf einem Rundkurs durch die Bauerschaften Holthausen und Schmintrup über Capelle durch den Hirschpark nach Nordkirchen. Dort wurde bei Kaffee und Kuchen eine Pause eingelegt, bevor es wieder zurück nach Werne ging. Die nächste Fahrradtour des Vereins ist am Donnerstag, 02. Juni 2022.
Fotos: Joseph Funhoff
Fotografische Zeitreise am 27. April 2022
Der Heimatverein Werne traf sich am 27. April für die Fortsetzung der „Fotografische Zeitreise“. Gemeinsam diskutierten die Interessierten in der westfälischen Stube des Stadtmuseums über eine Auswahl an Fotos. Eine Arbeitsgruppe des Heimatvereins hat inzwischen beinahe 1300 Bilder aus dem Fotoarchiv der Stadt gescannt, am Mittwochabend wurden etwa 20 Motive besprochen. Zu jedem Bild konnten die Teilnehmenden etwas beitragen, seien es Erinnerungen an ehemalige Bewohner*innen bestimmter Häuser, Ladenbesitzer*innen, eigene Erfahrungen oder Wegeverläufe und Umbaumaßnahmen. Lebhafte Diskussionen und einige lustige Anekdoten prägten die Veranstaltung, die nun monatlich wiederholt wird.
Ostermontag, 18. April 2022
Nach zwei Jahren coronabedingter Unterbrechung besuchten unsere Mitglieder das Osterfeuer der Kolpingsfamilie Werne auf dem Hof Hagemann-Lochthofen an der Capeller Straße. An die 100 Personen waren gekommen. Die Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Elisabeth Schwert, begrüßte die Gäste und bedankte sich bei den zahlreichen Helfern für Ihre Mitarbeit. Der neue Gardian des Klosters, Pater Norbert, übernahm die Einführung mit einer kurzen Andacht zum Thema Feuer. Dazu wurden einige Lieder gesungen. Die Kolping-Jugend versorgte die Gäste mit Speisen und Getränken. Bei gekühlten Getränken, Würstchen vom Grill und Rühreiern klang der Abend aus.
Radtour des Heimatvereins am 14. April 2022
Unter dem Motto „Wir erkunden unsere Heimat“ machten sich am Gründonnerstag 13 Mitglieder des Heimatvereins Werne auf den Weg zur ersten Fahrradtour der Saison. Unter Führung von Mitglied Peter Helmdach ging die Tour über einen Rundkurs von ca. 25 km. Dabei wurden Ortsteile von Hamm und des Kreises Coesfeld berührt. Vor dem Café des Golfclubs auf Westerwinkel wurde Einkehr gehalten. Die nächste Fahrradtour des Heimatvereins Werne ist am Donnerstag (05. Mai). Treffpunkt ist um 14:00 Uhr auf dem Parkplatz von RWE an der Goerdelerstraße.


Restaurierung für den Heimatverein 13. April 2022
Herr Schlierkamp und Herr Helmdach kamen heute spontan, um Pranger und Bank zurück zu bringen. Beides ist wirklich wunderschön restauriert worden. Da steckt sehr viel Herzblut in einer Menge Arbeit (Herr Schlierkamp sagte, allein 17 Stunden in der Bank...). 
Auf den Fotos sind einige Details der Metallteile zu sehen. Hier wird ganz deutlich, mit welchem Aufwand und welcher Sorgfalt bis ins kleinste Detail gearbeitet worden ist!!
Den ehrenamtlichen Helfern des Heimatvereins sei an dieser Stelle ein besonderer Dank ausgesprochen! Der Heimatverein wird eine kleine Anerkennung zusammenstellen und überreichen.
Fotos: Dr. C. Döhrer


Fotografische Zeitreise am 30. März 2022
Der Heimatverein Werne traf sich am 30. März 22 erstmals für eine „Fotografische Zeitreise“. Gemeinsam diskutierten 12 Interessierte in der westfälischen Stube des Stadtmuseums über eine Auswahl an Fotos. Eine Arbeitsgruppe des Heimatvereins hat inzwischen beinahe 1000 Bilder aus dem Fotoarchiv der Stadt gescannt, am Mittwochabend wurden etwa 30 Motive besprochen. Zu jedem Bild konnten die Teilnehmenden etwas beitragen, seien es Erinnerungen an ehemalige Bewohner*innen bestimmter Häuser, Ladenbesitzer*innen, eigene Erfahrungen oder Wegeverläufe und Umbaumaßnahmen. Lebhafte Diskussionen und einige lustige Anekdoten prägten die Veranstaltung, die nun monatlich wiederholt wird. Der nächste Termin, um in gemütlicher Runde alte Bilder zu besprechen, findet am Mittwoch, dem 27. April ab 19 Uhr statt (ursprünglich war die Veranstaltung für 18 Uhr angekündigt, muss aber wegen eines vorhergehenden Termins um eine Stunde verschoben werden).
Säuberungsaktion am 19. März 2022
Werne putzt sich raus – der Heimatverein putzt um das Heimatmuseum.
Rechtzeitig zum Frühlingsanfang machten sich die Männer der ständigen Helfergruppe des Heimatvereins Werne an die Arbeit. Die einschränkenden Auflagen durch die Corona-Krise machten die Arbeit beschwerlich, waren aber kein Hinderungsgrund. Unter Leitung des Ehrenvorsitzenden Wilhelm Lülf, und der Vorsitzenden Frau Dr. Döhrer säuberten sie den Museumsgarten und die Flächen hinter dem Werner Stadtmuseum um das Ehringhausen-Denkmal. Nach gut zwei Stunden stellten sich die Flächen als gut geputzt heraus. Diese Säuberungsaktion unternimmt der Heimatverein Werne alljährlich im Rahmen der Aktion „Werne putzt sich raus“.
Fotos: Joseph Funhoff
Kulturpreisverleihung am 13.Januar 2022

Kulturpreis 2021 an Joseph Funhoff und Dr. Franz-Josef Schulte-Althoff

Am Donnerstag, den 13.1., wurde der Kulturpreis des Jahres 2021 in der Westfälische Stube des Museums an die beiden Mitglieder des Heimatvereins Joseph Funhoff und Dr. Franz Josef Schulte-Althoff verliehen.
Der Heimatverein freut sich über die Vergabe des Kulturpreises der Stadt Werne 2021. Er gratuliert den Preisträgern Joseph Funhoff und Dr. Franz-Josef Schulte-Althoff aufs herzlichste. Beide haben sich, in Verbindung mit dem Arbeitskreis Geschichte des Heimatvereins, ganz besonders um Kultur und Geschichte unserer Lippestadt verdient gemacht.
Dr. Franz-Josef Schulte Althoff erhält die Auszeichnung für seine Arbeiten zur Geschichte der Stadt Werne von der fürstbischhöflichen Zeit (1803) bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Die örtliche Geschichte hat er dabei in den Kontext und die Beziehung zur Geschichte von Preußen und dem Deutschen Reich gesetzt. Dadurch wird unsere Ortsgeschichte intensiver erlebbar und verständlicher.
Joseph Funhoff ist seit mehr als 50 Jahren im Heimatverein für die Stadt Werne kulturell aktiv. Er ist „Mister Heimatverein“, Ehrenvorsitzender und zur Zeit stellv. Vorsitzender. Aus der langen Liste seiner Verdienste seien nur einige wenige erwähnt:
-    Lesbarmachung von mehr als 1400 Seiten aus Magistratsprotokollen der Stadt von 1856 bis 1927
-    "Märkte Ordnung für die Stadt Werne" von 1846
-    "Dienstanweisung für die Nachtwächter der Stadt Werne" von 1860.
-    Volkszählungslisten der Jahre 1810, 1840 und 1846
-    Häuserlisten von 1777
-    Schülerlisten aller Werne Schulen aus den Jahren 1831/32

Dazu kommen weitere Grundlagen für die Ahnen- und Familienforschung in Werne und den umliegenden Kirchspielen.
Die beliebten Schnadegänge als Wiederbelebung alten Brauchtums sind durch ihn zustande gekommen. Er zeichnete sich verantwortlich für ihre Organisation und die gelungene Ausgestaltung.
Der Heimatverein dankt dem Kulturausschuss und dem Bürgermeister Christ dafür, dass die kulturelle Arbeit unserer beiden exponierten Mitglieder auf diese besondere Weise eine glanzvolle Würdigung erfährt.

Die Laudatio hielt Bürgermeister Lothar Christ.
„Herr Dr. Schulte-Althoff erhält den Preis für seine Verdienste, die in der Aufarbeitung der Werner Stadtgeschichte für den Zeitraum vom Ende der fürstbischöflichen Zeit (1803) bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges liegen.
Er hat dabei die Zustände und Ereignisse in Werne mit den Geschehnissen im frühen Preußen bzw. im Deutschen Reich gespiegelt, wodurch seine Ausführungen besonders greifbar und verständlich wurden.
Herr Schulte-Althoff hat durch seine Arbeit Licht in die Werner Geschichte gebracht, die bis dahin in vielen Einzelakten versteckt war. Interessierten Bürgern, insbesondere auch Schülern und Studenten, die im Bereich der Geschichte unterwegs sind, hat er durch seine Arbeit wertvolles Material zur Verfügung gestellt. "

Laudatio auf den Preisträger Joseph Funhoff:
„Herr Funhoff hat sich für die Stadt Werne durch die Transkription (Lesbarmachung) alter handgeschriebener Dokumente verdient gemacht. Zu nennen sind hier besonders die Magistratsprotokolle von 1856 bis 1927 (mehr als 1.400 Seiten), die Volkszählungslisten aus den Jahren 1810, 1840 und 1846, die Gebäudelisten ab 1777 und die Schülerlisten von 1831/32 mit sämtlichen Kindern aller Werner Schulen. Diese transkribierten Listen sind hervorragende Quellen für die Ahnen- und Familienforschung.
Auch die Wiederaufnahme des Brauches der Schnadegänge, die ihren Ursprung im frühen Mittelalter haben, ist auf seine Initiative zurückzuführen. Die Vorbereitung und Durchführung der bisher fünf erfolgten Schnadegänge lagen in seiner Hand. "
Darüber hinaus, so Bürgermeister Lothar Christ, seien Funhoff und Schulte-Althoff die Hauptakteure und tragenden Säulen im „Arbeitskreis Geschichte" des Heimatvereins Werne gewesen und hätten eine hohe Zahl von Arbeitsstunden in ehrenamtlicher Tätigkeit uneigennützig auf dem Gebiet der Kultur für die Stadt Werne geleistet.
Fotos: Joseph Funhoff
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