Berichte zu den Aktivitäten in 2020 - Heimatverein Werne e.V.

Direkt zum Seiteninhalt

Berichte zu den Aktivitäten in 2020

Aktivitäten
Säuberungsaktion am 16. März 2020

Rechtzeitig vor wirksam werden weiterer örtlicher oder landesweiter Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit der Menschen aufgrund der Corona-Krise machten sich die Männer der ständigen Helfergruppe des Heimatvereins Werne an die Arbeit. Unter Leitung des Ehrenvorsitzenden Wilhelm Lülf, der auch selbst mit Hand anlegte, säuberten sie den Museumsgarten und die Flächen hinter dem Werner Stadtmuseum. Nach gut zwei Stunden stellten sich die Flächen (auch rund um das Ehringhausen-Denkmal) als gut geputzt heraus. Diese Säuberungsaktion unternimmt der Heimatverein Werne alljährlich im Rahmen der Aktion „Werne putzt sich raus“, die in diesem Jahr wegen der Corona-Krise ausfallen musste.

Plattdeutscher Nachmittag am 27. Februar bei Mutter Stuff

Der Heimatverein Werne hatte zum Plattdeutschen Nachmittag bei „Mutter Stuff“ eingeladen und über 100 Interessierte sind der Einladung gefolgt. Nachdem die neue Vorsitzende, Dr. Constanze Döhrer die Anwesenden begrüßte, übernahm Joseph Funhoff auf plattdeutsch die Moderation und forderte zum Singen auf mit dem Lied „Plattdütsk loat us küern un singen“. Die Sänger wurden instrumental begleitet von der Vereinscombo mit Klavier, Akkordeon, Gitarren und Mundharmonika. Friedrich Brinkbeumer trat gekonnt mit seiner 11köpfigen Gruppe „Plattdütsk met us“ auf. Sie setzte Wortbeiträge und Gesang in kleine Szenerien um. Einen weiteren Auftritt hatten „Die jungen Plattdeutschen“ mit Nina Böckenbrink, Benedikt Hülsmann und Christine Osterkemper, die die von Aenne Fleischer verfassten Texte zum Besten gaben. Bei Ursula Funhoff drehte sich alles um das Allerweltswort „Wat“. Hermine Schindler und Elisabeth Schulte hatten mit ihren Auftritten einmal mehr die Lacher auf ihrer Seite. Mit dem Lied „Gued gaohn – büs en anner maol“ endete der vergnügliche Nachmittag.

Insektenhotel auf der Museumswiese am 18. Februar 2020

Die Handwerker und Helfer des Heimatvereins hatten auf der Museumswiese schon von einigen Tagen den Bau des neuen Insektenhotels aufgestellt. Unter der Leitung von Heinz Bülhoff und Herbert Nägeler war das stabile Haus aus altem Eichenholz mit einem schmucken Schutzdach hergestellt worden. Nun traten eine Reihe von Helfern an und haben das Insektenhotel möbliert. Mit verschieden großen Bohrlöchern wurden die Eichenholzäste versehen, um als Behausung für die Insekten zu dienen. Anschließend wurden die Gefache mit den großen und kleinen Ästen gefüllt. Durch den NABU angeleitet, geschah das alles in artgerechter Weise. Wenn dann demnächst die Museumswiese zur Wildblumenwiese umgestaltet ist, werden auch die Insekten nicht lange auf sich warten lassen.

Mitgliederversammlung am 13. Februar 2020

Zur Mitgliederversammlung des Heimatvereins kamen mehr als 50 Teilnehmer, um zu erleben wie sich ein Urgestein der Werner Stadtgeschichte von der Vereinsspitze verabschiedete. Nach 24 Jahren der Leitung des Heimatvereins trat Willi Lülf vom Vorsitz in die zweite Reihe zurück. Seinen Rücktritt begleitete er mit einer kurzen Revue seiner Amtszeit: „Als ich hier gestartet bin, hatte ich mir nicht vorstellen können, dass ich so lange bleibe. Aber mit einer solchen Mannschaft ist so etwas möglich!“ In seiner Abschiedsrede betonte der Altbürgermeister noch einmal das breite Fundament des Vereins, in dem viele verschiedene Abteilungen die Kultur in der Stadt prägen. „Wir arbeiten hier auf einer breiten Plattform und können uns in der städtischen Selbstdarstellung sicherlich sehen lassen.“ Welcher andere Verein kann schon regelmäßig mehr als 100 Personen zu Veranstaltungen wie dem Erntedankfest oder der Adventsfeier zusammenbringen.
Für Ursula und Joseph Funhoff hatte Lülf ganz besonderes Lob: Sie waren die Generalsekretärin und Manager für ihn und sind die organisatorische Seele des Vereins.
Joseph Funhoff als 1. stellvertretender Vorsitzender verabschiedete Lülf mit dem Bild eines Schiffskapitäns, der von der Brücke tritt. Sich selbst sah er in der Rolle des ersten Offiziers und Steuermanns. Diese Funktionen habe er in den 24 Jahren gerne innegehabt und sich dabei wohlgefühlt, wie der Kapitän mit Geschick und Weitblick das Schiff immer gut in der Fahrrinne gehalten und vor jedem Unwetter bewahrt hat.
Foto: Christoph Volkmer Westfälischer Anzeiger
Zur neuen Vorsitzenden ist Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer von der Versammlung einstimmig gewählt worden. Seiner Nachfolgerin wünschte Lülf einerseits, den Verein gut zusammenzuhalten und in der Stadt tragende Säule der Kultur zu sein: „Die Kulturarbeit ist wie Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält. Seien wir also weiter Kitt.“
Mit Frau Dr. Constanze Döhrer steht in den 95 Jahres des Vereinslebens erstmalig eine Frau an der Spitze. In ihren einführenden Worten betonte sie: „Das ist etwas Großes, was Sie mir in die Hand geben. Dazu ist es ziemlich alt, denn in fünf Jahren wird der Verein 100.“ Und weiter: „Es gibt ein paar Dinge, die ich ganz gut kann. Dazu gehört es, alte Dinge zu erhalten. Vor allen Dingen dann, wenn sie mir in einem tadellosen Zustand übergeben werden.“
Neben dem Erhalt der gewachsenen Strukturen des Vereins will sie auch neugierig für andere Richtungen sein. Dann stimmten Friedrich Brinkbeumer und einige Mitstreiter seiner Gruppe „Plattdütsk met us“ spontan ein Willkommenslied an, natürlich in plattdeutscher Sprache.
Unter Leitung von Joseph Funhoff hatten die weiteren Wahlen folgende Ergebnisse: Raimund Happ wurde zum 2. stellv. Vorsitzenden gewählt. Doris Beische und Heidelore Fertig-Möller wurden als Beisitzerinnen in den Vorstand berufen. Nach Beendigung der Versammlung ließen die Mitglieder in lockerer Atmosphäre den Abend ausklingen.


Plattdeutsches Theater in Lüdinghausen am 26. Januar 2020
 
Am Sonntag, 26. Januar 2020, fuhren 45 Mitglieder mit dem Bus zur Aufführung des plattdeutschen Theaterstückes „Ne Mack‘ hätt Jedereen“ nach Lüdinghausen. In der Aula der Realschule hatte Regisseur Heinz Altenbockum seine Spielschar, bestehend aus dem Plattdeutschen Verein und der katholischen Landjugend, bestens auf dieses Stück eingestellt. Das Publikum dankte mit lautem Lachen und ganz viel Applaus.
Zurück zum Seiteninhalt