Berichte zu den Aktivitäten in 2018 - Heimatverein Werne e.V.

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Berichte zu den Aktivitäten in 2018

Aktivitäten
Donnerstag, 25. Januar 2018
Der Vorstand hatte zur Mitgliederversammlung in die Westfälische Stube im Stadtmuseum eingeladen. Viele Mitglieder waren dieser Einladung gefolgt, so das der Raum gut gefüllt war. Unser 1. Vorsitzende Wilhelm Lülf eröffnete die Versammlung und wir gedachten nach der Begrüßung den im letzten Jahr verstorbenen Mitgliedern. Danach gab er seinen Jahresbericht und damit auch einen Rückblick auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Einige Highlights wurden wieder present. Im Vorgriff auf den Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" wurde ein Thema aufgerufen, das dem Heimatverein besonders am Herzen liegt. Hierbei geht es darum, die Ortseingangsschilder mit dem plattdeutschen Begriff "Wäen an de Lipp" zu ergänzen. Eine Möglichkeit, die die neue Landesregierung geschaffen hat und die in den entsprechenden Gremien unserer Stadt beschlossen werden sollte. Friedrich Brinkbeumer berichtete über den Kring "Plattdütsk met uss" (s. Bericht vom 10. Januar). Eine besondere Erwähnung fand die plattdeutsche Messe in Maria-Frieden, die auch in diesem Jahr wiederholt werden soll. Den Geschäftsbericht verlas unsere Kassiererin Maria Hein - Sybille Kehrberg beantragte als Kassenprüferin (mit Dieter Gase) die Entlastung des Vorstandes. Frau Dr. Döhrer - Leiterin unseres Stadtmuseums - berichtete über die Aktion "Stadtgefährten". Hierbei handelt es sich um ein Projekt des Stadtmuseums mit Fördermittel der Kulturstiftung des Bundes. Es geht also nicht um die Neukonzeption des Stadtmuseums, sondern um eine Ergänzung durch Aktivitäten, die den Bürger aktiv mit einbinden soll. Details s. im Internet unter dem Stichwort "Stadtgefährten". Nach Beendigung des offiziellen Teiles der Mitgliederversammlung referierte Bertholt Ostrop über die Planung und den Bau der Chaussee von Camen nach Werne mit dem Brückenschlag über die Lippe vor 150 Jahren. Hierbei hat er bei seinen Recherchen im Archiv hochinteressante Details zu Tage gefördert. Er verstand es, seine Forschungsergebnisse in Wort und Bild zu präsentieren und hatte dabei die ungeteilte Aufmerksamkeit der Teilnehmer.
Sonntag, 21. Januar 2018
Mit dem Bus fuhren 45 Teilnehmer zur Aufführung des plattdeutschen Theaterstückes "Endlick sind de Wiever weg" nach Lüdinghausen. Im der Aula der Realschule hatte Regisseur Heinz Altenbockum seine Spielschar bestens auf dieses Stück eingestellt. Das Publikum dankte mit lautem Lachen und ganz viel Applaus. Die Laienspieler stammen aus zwei Lüdinghauser Vereinen, dem Plattdeutschen Verein und der Katholischen Landjugend. Auch im kommenden Jahr werden wir wieder einen Bus zum plattdeutschen Theater in Lüdinghausen einsetzen.


Mittwoch, 10. Januar 2018

15 Jaohr met Plattdütsk up´n Patt,
dat is doch würklick wisse wat!
15 Jahre mit Plattdeutsch unterwegs, das ist doch wirlich etwas Besonderes!

Am 29. Januar 2003 trafen sich auf Initiative unseres Heimatvereins 15 Frauen und Männer unter der Leitung von Friedrich Brinkbeumer, um im 14tägigen Turnus die plattdeutsche Sprache sprechend, lesend, singend und spielend zu pflegen - da haben wohl alle nicht zu hoffen gewagt, dass diese verschworene Gemeinschaft über 15 Jahre Bestand haben würde. 

Heute ist es soweit - 300 Treffen in 15 Jahren, um dem Kulturgut Plattdeutsch die "Ehre zu erweisen", sind schon eine besondere Leistung. Keine Veranstaltung ist in dieser Zeit ausgefallen - Friedrich Brinkbeumer war bei allen dabei.

Natürlich kann eine solch lange gemeinsame Wegstrecke nur zurückgelegt werden, wenn der hohe Wert der Sprache erkannt, die Zielsetzung, das Plattdeutsche zu pflegen von allen angestrebt, das Erleben im "Kring" wertgeschätzt und die Harmonie in der Gruppe erlebt werden.



15 Jahre beinhalten sowohl Freude als auch Trauer, denn fünf Gründungsmitglieder sind durch Tod oder schwere Erkrankung nicht mehr dabei. Für alle im Kreis "Plattdütsk met uss" gelten aber weiterhin die Zeilen der Heimatdichterin Toni Schmedding-Elpers:

     Usse olle Moderspraoke hier an ussen Härd
     nao blaiht - un solange äs wi liäwt
     usse Plattdütsk nich vergeiht.

In all den Jahren war der "Kring" zu Gast im "Bunten Haus" der Jugendhilfe Werne am Fürstenhof - der Leitung des Hauses und den Mitarbeitern spricht die Gruppe seinen herzlichen Dank aus.
 
 
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